Weltreise Urs und Regi

Philippinen Cabilao

Philippinen Cabilao
Philippinen
23.01.13 - 29.01.13
Nach 2 Tagen Reisezeit, einer Nacht in Singapore und einer weiteren Nacht in Cebu, sind wir in Cabilao (eine Insel der Visayas) angekommen! In Singapore treffen wir übrigens auch Jenny und Detty, die mit uns die Philippinen bereisen. Wir sind nun schon das dritte Mal in Cabilao und somit ist uns alles hier sehr vertraut. Cabilao ist eine sehr ruhige Insel und ausser tauchen und relaxen, gibt es hier wirklich nicht viel zu tun. Aber das Tauchen ist einmalig und schon nach 4 Tauchgängen haben wir soviel gesehen, dass wir es kaum benennen können. Zum Glück ist Urs aber fleissig am fotografieren, um das erlebte festzuhalten. Unser Fotograf hat am 24.1.13 übrigens seinen 200 Tauchgang absolviert und ich bin ja mal gespannt, was er uns offerieren wird.
Jenny und ich sind für einen Tag etwas schlapp auf den Beinen und wir setzten einige Tauchgänge aus. Die entspannenden Massagen und spannenden Bücher, helfen aber wunderbar die Zeit zu überbrücken und auch mal dem nichts tun zu frönen. Auch ich tauche schliesslich am 27.1.13 das 200 hundertste Mal unter.
Am 29.1.13 verlassen wir Cabilao mit einem weinenden und einem lachenden Auge, aber es wartet ja wieder Neues und wir freuen uns auf die Insel Malapascua.

Neuseeland Routenübersicht

Neuseeland Routenübersicht
NZ
Unsere Routenübersicht nach 4‘814km durch Neuseeland mit dem Camper!

Neuseeland Südinsel

Neuseeland Südinsel
NewZealand
05.01.13
Bei stahlblauem Himmel boarden wir die Fähre Interislander von Wellington nach Picton. Die Überfahrt dauert 3 Stunden und ist echt ein Erlebnis. Da das Wetter so toll ist, sieht man bei der Abfahrt die ca. 40km entfernte Südinsel und die letzte Stunde Fahrt durch die Marlborough Sounds ist einfach fantastisch. Nach Ankunft in Picton fahren wir gleich weiter in die 30km entfernten Weingebiete von Marlborough. Natürlich geht es zuerst zu Cloudy Bay (von dort kommt einer der besten Sauvignon Blancs die wir kennen), dann zum Weingut Fromm (welches einem Schweizer gehört) und schlussendlich zur Winery Bancott, welche idyllisch und ultramodern auf einem Hügel gelegen ist. Die Aussicht lässt jedes Weinliebhaberherz höher schlagen. Zurück in Picton beziehen wir unseren Camingplatz, welcher bis jetzt eindeutig der schönste, kleinste und sympathischste ist.

06.01.13
Wieder meint es Petrus gut mit uns und dies ist für unsere heutigen Pläne äusserst wertvoll. Wir machen eine Cruise & Walk Tour in den Marlborough Sounds. Um 10:00 gehts per Schiff über eine Stunde zu den vorgelagerten Fjords an eine Station des Queen Charlotte Tracks. Nach 3 Stunden Marsch gelangen wir schliesslich in die Furneaux Lodge, wo uns das Schiff um 16:00 wieder abholt und zurück nach Picton bringt. Ein toller Ausflug, welchen wir nur empfehlen können. Nach einem kurzen Stadtrundgang durch das hübsche Picton, kaufen wir noch etwas Sushi zur Vorspeise. Als Hauptspeise gibt es wieder mal Pasta mit Aubergine.

07.01.13
Wie gewohnt, lacht die Sonne und der Himmel ist stahlblau. Die Fahrt geht weiter via dem wunderschönen Queen Charlotte Drive entlang den Meeresklippen nach Havelock. In Nelson, welches ein sehr schönes Städtchen mit dem grössten Anteil an Künstlern in NZ ist (aber eben, ich darf und kann ja nichts kaufen) flanieren wir durch die Strassen und gehen einkaufen. Urs findet endlich seinen sehnlichst vermissen Panettone, welchen er an Weihachten leider nicht finden konnte (der Ärmste!!). Unterwegs geht es noch einmal in eine Winery (Seifried) und um 1600 kommen wir in Motueka an. Zu Fuss vom Camping noch rasch ins Städtchen für etwas Bewegung und einen Espresso. An dieser Stelle muss einmal gesagt sein, dass es in NZ den besten Kaffee, Cappuccino und Latte weltweit gibt. Jede noch so kleinen Bäckerei, Tankstelle oder Kaufhaus ist ausgerüstet mit einer Kolbenmaschine und frischen Kaffeebohnen.

08.01.13
Heute kein langen Bericht, sondern nur Bilder zu unserer Tour (kein Wunder nach 2 Stunden Kanufahren und 2 Stunden Wandern!!!!). Der Abel Tasman Nationalpark muss per Wasser oder zu Fuss besichtigt werden. Der Apple Split Rock, die wuuuunderschönen Strände, die ersten Seerobben und der erste Pinguin, sind nebst einer wunderbaren Landschaft nur ein paar Highlights.

09.01.13
Heute stehen 350 km, von Moteuka nach Greymouth an der Westküste, auf dem Programm. Das Motte des Tages lautet: Der Weg ist das Ziel. Viele Berge, Seen und Flüsse ziehen an uns vorbei und bevor wir an die Westküste kommen, passieren wir die eindrückliche Buller Schlucht. Unterwegs besuchen wir noch die längste Hängebrücke von NZ, hier kann NZ aber mit der Schweiz längst nicht mithalten.
An der Westküste am Cape Foulwind machen wir noch einen Abstecher zur grössten neuseeländischen Kolonie von Pelzrobben. An der Westküste gelegen sind die faszinierenden Pancake Rocks (in Punakaiki), welche mit einem kurzen Rundgang toll erschlossen sind. In Greymouth kommen wir um 18:00 an und beziehen einen schönen Campingplatz direkt am Meer.

10.01.13
Am heutigen Tag ist nichts so gelaufen, wie geplant. Eigentlich wollten wir via dem Arthur Pass ins Landesinnere gelangen. Nach 45 Min. Fahrt wurden wir aber gestoppt und erfuhren, dass die Passstrasse bis auf weiteres gesperrt sei. Also gings wieder zurück, um die Strecke hinunter der Westküste in Angriff zu nehmen. Eigentlich hätte auch diese Route Highlights zu bieten, nämlich den Franz Josef und den Fox Gletscher, welche fast bis ganz ans Meer kommen. Aber an beiden Orte hat es so sehr geregnet, dass wir darauf verzichtet haben, die beiden Gletscher zu besichtigen. Die Strecke war trotz allem sehr abwechslungsreich mit vielen Flüssen, Seen und Wäldern und sobald wir uns jeweils wieder am Meer befanden, wechselte Neben und Regen auf blauen Himmel und Sonnenschein. Unterwegs hatten wir fast wieder einen Streckenunterbruch (eine weitere Überschwemmung), welcher aber behoben werden konnte und wir somit doch noch um 18:00 in Haast angekommen sind. Der Ort Haast besteht aus ein paar Häusern, er liegt aber in einem Gebiet, welches zum Weltnaturerbe der Unesco gehört und die Landschaft ist sehr wild und unberührt. Bedingt durch den Streckenwechsel müssen wir noch mal über die Bücher und die nächsten Tage neu planen.
Ab sofort begleiten uns nun kleine Fliegen, welche wirklich schmerzhaft stechen und uns damit fast verrückt machen!!!

11.01.13
Nach einer regenreichen Nacht zeigt sich der Morgen mit Nebenschwaden und blauem Himmel noch etwas unsicher, was das Wetter anbelangt. Dies klärt sich aber bald und wie man auf den Fotos sieht, könnte der Himmel nicht blauer sein und es wird ein prächtiger Tag. Es ist unglaublich, wie schnell das Wetter in NZ ändern kann, diesmal zum Glück zu Optimalen.
Auch die Route ist heute fantastisch und nach jeder Ecke, zeigt sich ein neues Paradies. Zuerst überqueren wir den Haast Pass mit seinen vielen Schluchten, Wasserfällen und wiederum weiten Flusslandschaften. Immer wieder passieren wir Stellen, wo der viele Regen die Hänge herunter gewaschen hat und Aufräumarbeiten im Gange sind. Wir haben heute aber Glück und können alles gut passieren. Nach dem Haas Pass gehts entlang dem wunderschönen Wanaka und Hawea See nach Wanaka. Das Städtchen wird auch als kleiner Cousin von Queenstown bezeichnet ist sehr schön am See gelegen. Wir legen unseren Mittagshalt und verspeisen 1 Portion Fish & Chips (natürlich Blue Cod) direkt am Seeufer. Weiter gehts durch ein weites Tal, wo Wein- und Fruchtanbau betrieben wir (mit Früchten und lokalem Käse sind wir jetzt auf jeden Fall eingedeckt). Um 18:00 haben wir unser Ziel in Queenstown erreicht, einen Campingplatz sehr zentral gelegen.

12.01.13
Queenstown trägt nicht zu unrecht den Titel, die weltweite Hautstadt der Abenteuer zu sein. Von Bungy Jumping, über Speed Bootfahrten und extrem Mountainbiking, alles ist in Queenstown buch- und machbar. Und zudem ist es eine sehr hübsche Stadt, am Ufer des riesigen Sees Wapatipu gelegen. Wir betrachten die Stadt zuerst von oben und machen eine Fahrt mit der Doppelmayr Gondelbahn auf den Hausberg (inkl. Bobrun). Eine wunderbare Aussicht!!
Wieder unten angekommen spazieren wir entlang dem See und flanieren durch das Städtchen mit seinen unzähligen Sportläden und Buchungsagenturen für Ausflüge und Extremsportarten. Am See lässt es sich wunderbar verweilen und einfach nur die Aussicht geniessen. Am Nachmittag machen wir eine Fahrt ins 50 km dem See entlang gelegene Glenorchy. Dies ist nun wirklich weg von allem und hat einen atemberaubenden wilden und unberührten Charakter. Wen erstaunt, dass hier ein grosser Teil der „Lord of the Rings“ Filme gedreht worden ist.
Zurück auf dem Campingplatz, werden wir von unseren Platznachbarn, einen etwa 80-jährigen Ehepaar zur Apéro eingeladen und erfahren viel über deren Camperleben. Heute muss Urs nicht kochen, denn Quweenstown hat so viele tolle Restaurants, dass wir an der Seepromenade ein Fischrestaurant (Finz - sehr gute und toll gelegen) aussuchen.

13.01.13
Da es vis à vis vom Campingplatz einen Delicatessenladen gibt, muss Urs dort natürlich eine Inspektion machen und kauft gutes Brot , eine sensationell ausschauende Schokoladentorte und zwei Steaks zum grillieren. Dann fahren wir ins 20 Min. entfernte Arrowtown, ein ehemalig chinesisches Goldgräberstädtchen. Der Ort ist zwar sehr touristisch aber wirklich hübsch mit vielen kleinen Restaurants und Boutiquen und und auf einem kurzen Rundgang wird das Leben der ehemals hier lebenden Chinesen beschrieben.
Entlang dem See und über eine menschenleere, aber dafür sehr „schafhaltige“ Gegend gehts über 2 Stunden nach Te Anau, unserem Etappenziel direkt an den Fjorden gelegen.
Ich hole heutige wieder mal die überfällige Wäsche nach und Urs bestaunt den tollen Grill für das heutige Steak. Also eine klare Rollenverteilung, wie es sich gehört. Unsere Campernachbaren sind heute Thomas und Maria aus Bern. Wir nehmen zwischen unseren beiden KEA Campern ein Apéro zusammen und tauchen uns aus über die Highlights von Neuseeland.

14.01.13
Heute haben wir einen Tagesausflug mit dem Veranstalter Real Journeys in die Doubtful Sounds gebucht (ein MUSS Tipp von Susi Fasnacht). Zuerst geht die Fahrt von Manapouri mit dem Katamaran 1 Std. quer über den Lake Manapouri. Dort befindet sich ein Wasserkraftwerk, welches zu den grössten technischen Leistungen von NZ gehört und 14% von NZ mit Strom versorgt. Die Generatoren befinden sich 200m unter der Seeoberfläche und wir haben die Möglichkeit, mit dem Bus den Stollen hinunter zu fahren und die Maschinenhalle zu besichtigen. Nach diesem eindrücklichen Besuch geht es weiter per Bus über den Wilmot Pass und dann hinunter ans Meer. Wir befinden uns nun am Ende des Fjord Armes und besteigen wieder einen Katamaran, mit welchem wir ca. 3 Stunden durch die verschiedenen Fjorde und letztendlich ans offene Meer gelangen. Auf demselben Weg geht es wieder zurück und wir erreichen etwas erschöpft von den vielen tollen Eindrücken gegen 18:00 unseren Campingplatz. Mein Koch will nicht mehr in die Küche und so gehts halt zum Chinesen.

15.01.13
Richtung Süden fahren wir durch eine Gebiet mit viel Schaf-und Rinderzucht. So viele Schafe wie hier, habe ich echt noch nie gesehen. Oft hat man von weitem das Gefühl, es taucht ein Schneefeld auf, welches sich dann aber beim näher kommen als eine Schafherde entpuppt. Am Meer angelangt, beeindrucken die vielen enorm quer gewachsenen Bäume und Büsche (siehe Fotos), man kann sich dementsprechend vorstellen, wie stark und kontinuierlich der Wind hier blasen kann. Unser heutiges Etappenziel ist Invercargill. Etwas südlicher besuchen wir zuerst aber noch Bluff, den südlichsten Punkt der Südinsel. Eigentlich wären hier das Mekka für Austern, welche wir mit viel Ausdauer aber leider vergeblich suchen - die Austernzeit fängt nämlich erst im März an - für uns zwei Austernliebhaber ein echter Tiefschlag. Invercargill hat ausser ein paar alten (alt heisst hier 1888) hübschen Gebäuden, nicht sehr viel zu bieten und nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt, sind wir schon um 16:00 auf unserem Campinglatz.

16.01.13
Am Morgen beschliessen wir spontan, dass wir in Invercargill noch zum Coiffeur gehen, damit wir Mitte Februar noch einigermassen aussehen. Auf dem Scenic Highway geht es dann Richtung Norden durch die Catlins, eine hüglige Gegend mit vielen Wäldern und schönen Stränden. Bei Waikawa machen wir einen Abstecher zum Slope Point, welches nun wirklich der südlichste Punkt (entgegen dem Bericht von Gestern) ist. Ganz in der Nähe liegt der Curio Bay, wo sich der grösste versteinerte Wald,direkt an der Küste, befindet. Gegen 17:00 treffen wir in Dunedin ein, gehen noch rasch einkaufen und verziehen uns bei Regen auf unseren Campingplatz.

17.01.13
An Dunedin angrenzend liegt die wunderschöne Halbinsel Otago. Diese durchqueren wir zuerst über die kurvige, aber höchst aussichtsreiche, Bergstrasse zum Taiora Head, wo die Brutstädte von hunderten von Möwen liegt. Um 10:30 begeben wir uns zum Wellers Rock, zu einer stündigen Schifffahrt zur einzigen auf dem Festland gelegenen Royal Albatross Kolonie . Diesen Vögeln, mit einer Spannweite von 3 Metern, beim fliegen zuzusehen, ist echt faszinierend. Auch erfahren wir viel über andere Meeresvögel und sehen viele Robben mit ihren Jungen. Entlang dem Meer gehts zurück nach Dunedin zum Sightseeing. Hier glänzt vor allem das wunderschöne Gebäude des Bahnhofs, mit seinem Mosaikboden und den prächtigen Fenstern. Wir spazieren durch die Stadt durch das Octagon (achteckiger Platz im Zentrum), weiter die Hauteinkaufsstrasse George Street entlang und gehen zu einem sehr guten Japaner (The Jitsu) Sashimi essen.
Richtung Norden liegt eine weitere Einzigartigkeit Neuseelands. Die Moeraki Boulders , sind riesige kreisrunde Felskugeln am Strand und wie ihr sehen könnt, bieten sie ein super Fotoobjekt.
Gegen 17:00 gelangen wir in Oamarua, unserem heutigen Tagesziel, an. Es ist aber noch nicht fertig mit Sightseeing, denn um 20:45 beschliessen ca. 200 Blaupinguine (die kleinsten Pinguine der Welt) das Meer zu verlassen und ihr Brutstädten aufzusuchen. Dieses Spektakel ist sehr eindrücklich, denn mit diesen Tieren kommen wir Schweizer ja eher selten in Berührung. Nachdem die ersten 160 dem Wasser um ca. 22.00 entstiegen sind , haben wir erstens Hunger und zweitens ist es saukalt - also auf nach Hause auf den Camingplatz, die Heizung anstellen und den Fisch in die Pfanne.

18.01.13
Bevor wir losfahren, besichtigen wir die alte Harbour Street in Oamura. Diese ehemalige Hafenstrasse mit Gebäuden aus dem 19th Jarhundert sieht aus wie eine Kulisse aus einem Film und ist mit ihrem speziellen Charme und den besondern Handwerker Läden echt einen Besuch wert.
Richtung Norden geht die Fahrt ca. 4 Stunden weiter bis wir in Akaora ankommen. Das Städtchen Akaora, welches 1830 von Franzosen gegründet wurde und immer noch einen französischen Flair hat, liegt auf der Banks Halbinsel. Die Halbinsel ist vulkanischen Ursprungs und anhand der Topografie, kann immer noch der Kraterrand ausgemacht werden. Unser Campingplatz liegt wunderschön gelegen oberhalb des Städtchen mit einer wunderbaren Sicht auf das Meer. Hier werden wir 2 Nächte bleiben, um vor unserer baldigen Abreise noch mal eine Tag ohne fahren zu geniessen.

19.01.13
Ein strahlender Tag erwartet uns und Neuseeland will uns wohl zeigen, wie warm es werden kann. Wir nehmen es heute gemütlich, schlafen etwas länger, lesen und arbeiten am Computer (Urs!!) und waschen (Regi!!) das letzte Mal in diesen Ferien. Am Nachmittag gehen wir ins Städtchen hinunter, welches mit seinem französischen Charme zum flanieren und relaxen einlädt. Am Pier können wir sogar frischen Fisch kaufen und somit ist auch schon für das Znacht gesorgt. Ich fange schon an etwas zusammen zu räumen, den nach fast 4 Wochen hat sich in unserem rollenden Heim doch einiges angesammelt.

20.01.13
Der letzte Tag könnte nicht schöner sein und wir nehmen die letzten 100 km nach Christchurch in Angriff. Wir fahren dieses Mal die Aussichtsroute entlang den Hügeln, welche eine wunderschöne Aussicht auf die Akaroa Hafenmündung bietet. Gegen Mittag gelangen wir in Christchurch an und sind echt gespannt, in welchem Zustand uns die Stadt erwartet. Am 5.2.2011 wurde Christchurch von einen grossen Erdbeben heimgesucht, bei welchem 185 Menschen starben und ein grosser Teil der Innenstadt verwüstet wurde. Wir merken sehr bald, dass immer noch ein grosser Teil der Stadt nicht zugänglich ist und das Stadtbild mahnt sehr an Bilder aus Katastrophenfilmen. Ausserhalb der Abgrenzung ist aber eine Art Shoppingcenter aus Schiffscontainer aufgebaut, welches dann schon wieder Normalität zeigt und an diesem sonnigen Sonntag hunderte von Menschen anlockt. Entlang des Avon Flüsschens spazieren wir zum Canterbury Museum, welches am riesigen botanischen Garten gelegen ist. Mit einem Bus machen wir eine Rundfahrt durch die sogenannte „Red Zone“, also das Gebiet, welches extrem zerstört wurde und sonst nicht zugänglich ist. Es ist fast ein wenig unwirklich, diese Gegend zu besichtigen. Überall wir ausgebaggert, abgestützt und neu gebaut, aber grosse Teile sind immer noch so, wie das Erdbeben sie vor 2 Jahren verwüstet hat. Ende Nachmittag geht‘s Richtung unserem letztem Campingplatz zum grossen Räumen und Packen.

Neuseeland North Island

Neuseeland North Island
NewZealand
24.12.12 Übernahme des Campers und grosser Lebensmitteleinkauf

Fahrt nach Norden an den Tutukaka Beach, 24-26.12.12 Tutukaka Holiday Park

Stop am wunderschönen Waiwera Beach (frische Austern direkt ab dem Fels). Erste Nacht in unserem luxuriösen Camper und erstes Heiligabend Nachtessen (Angus Steak mit Nudeln und Cesar Salat)

25.12.12 Fahrt Richtung Russell via Opua und mit Fähre nach Russell.
Russell ist ein sehr hübsches Städtchen direkt am Meer. Da aber Weihnachten ist, sind fast alle Läden und Restaurants geschlossen und einzig ein Chocolatier hatte geöffnet, bei welchem wir das Weihnachtsdessert gekauft haben (eine Schachtel selbstgemachte Pralinen, die Schokolade natürlich aus der Schweiz!). Rückfahrt über die malerische Küstenstrasse nach Tutukaka.

26.12.12, Boxing-Day
In einem Restaurant konnten wir unsere Familien anrufen und aus der Ferne Weihnachten feiern. Die Familie Frei hat sogar ein Weihnachtslied gesungen und das war für uns so das grösste an Weihnachtsgefühl. Sonst merken wir hier nicht sehr viel von diesen Feiertagen, ausser das die Kiwi‘s zum Grillieren eine Samichlausmütze tragen und halt alles geschlossen hat.
Fahrt via Auckland Richtung Coromandel Halbinsel. Übernachtung und Nachtessen mit grillieren (siehe Foto) im Orere Point Holiday Park.

27.12.12
Wir fahren entlang der Küste Richtung Coromandel Halbinsel. Unterwegs 1Std. zu Fuss zu einer Seevogel Station und durch eine Expertin einige Erklärungen und Einblicke mit Feldstecher.
Weiterfahrt nach Thames zum einkaufen. Thames bietet eine Ladenstrasse, wo Urs auch endlich seine geliebten Fish & Chips geniesst (in Zeitungspapier eingehüllt und sie sind echt köstlich und kosten nur 4.-). Nach dem Einkauf geht es an der wunderschönen Küste weiter Richtung Coromandel Town. Unterwegs geniessen wir wieder frische Austern direkt ab dem Felsen, welche es hier zu tausenden gibt (ein echtes Highlight für einen Austern Liebhaber). Unterwegs besichtigen wir die Rapaura Watergardens (Tipp von Susi Fasnacht). Die Vegetation hier ist echt einmalig und die Gärten mit den Skulpturen so richtig mystisch (siehe Fotos).
Weiter geht der Küste entlang nach Coromandel Town (unterwegs noch rasch frische Austern kaufen, den Chardonnay haben wir schon) und zu unserem Camping Platz Long Bay. Hier erhalten wir für einmal einen echten Poolposition Platz direkt am Mehr. Die Kiwis sind echte Camping Fans und rings um uns erleben wir so richtig, was Camping heisst (Bier trinken, Bier trinken, Bier trinken ......)
Bei uns gibt es heute frischen Lachs à la Urs.

28.12.12
Nach einem kurzen Bushwalk, wo ich den ersten Kauri Baum gesehen habe, fahren wir nach Coromandel Town zum einkaufen und Kaffeetrinken. Coromandel ist ein hübsches Städtchen mit vielen schönen Läden. Wir kaufen nochmals Austern und fahren weiter Richtung Whitianga. Über eine Art Passstrasse mit schönen Aussichten und einen Stop in Whitianga (ein hübscher Ort zum lädele direkt am Hafen) kommen wir schliesslich am Hot Water Beach an. Ausgerüstet mit einer Schaufel gehen wir an den Beach und graben uns mit ca. 100 anderen Touristen unseren eigenen Hotpool. Das Wasser, das aus dem Sand strömt ist unglaublich heiss und letztendlich ist es gar nicht schlecht, dass die Flut kommt und es etwas Abkühlung gibt. Der Campingplatz ist sehr gepflegt und bietet bis jetzt die besten Einrichtungen.

29.12.12
Eines der Highlights der Gegend ist die Cathedrale Cove, welche wir am Morgen schon recht früh besichtigen und dies für einmal bei strahlendem Sonnenschein. Dank dem, dass wir so früh sind, haben wir sogar einen super Parkplatz für unser „Haus“ direkt beim Parkeingang. Dies ist nämlich mit einem Gefährt von 6.8 m Länge nicht immer ganz einfach. Zu Fuss sind es ca. 45 Min. hinunter, zu diesem interessanten Felsen und wunderschönen Strand. Beim zurücklaufen, kommen uns ganze Völkerwanderungen entgegen und wir sind froh, können wir diesem Rummel entfliehen. Der Küste entlang geht‘s durch Nationalparks und entlang tollen Stränden nach Wahihi, ehemaliges Goldgräberzentrum von NZ. Die riesige, immer noch aktive Grube (Martha Mine), kann von einer Aussichtsplattform besichtige werden und lohnt einen Besuch.
Gegen 15:00 kommen wir in Taurange an und fahren auf unseren Camingplatz am Papamoa Beach. Wir erhalten einen sensationellen Platz direkt auf der Klippe am Meer mit einer atemberaubenden, kilometerweiten Aussicht. Passend zur Meeresaussicht kocht Urs ein Risotto mit frischen Scallops und Crevetten und wir trinken einen Sauvigon Blanc von Cloudy Bay .... Man gönnt sich ja sonst nichts.

30.12.12
Leider lässt uns das Wetter heute wieder etwas im Stich, aber auf dem Weg nach Rotorua besuchen wir trotzdem die Hauptstadt der Kiwi Frucht Te Puke und machen bei strömendem Regen eine Tour durch die Plantagen und Erklärungen zur „gesundesten Frucht“ der Welt.
Weiter geht es dann nach Rotorua, um unser erstes Musem zu besichtigen. Das Rotorua Museum befindet sich in einem ehemaligen Kur- und Badehaus von 1908 und erzählt über die Kultur der Maori sowie die Geschichte von Rotorua, welches ein grosses vulkanisches Thermalgebiet ist (man merkt es sofort am Geruch von faulen Eiern). Nach dem Besuch schlendern wir noch etwas durch den Ort und fahren schliesslich auf unseren Campingplatz am Lake Tikitapu (Blue Lake). Zur Feier des Tages gibt es wieder mal Spaghetti mit einem australischen Shiraz Cabernet.

31.12.12
Der Tag empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein, welchen wir für das heutige Programm auch gebrauchen können. Zuerst geht es entlang dem blauen und grünen See Richtung des einstigen Dorfs Te Wairoa. Das Dorf wurde am 10.6.1886 durch einen Volkanausbruch total unter der Asche begraben. Das Dorf wurde weitgehend wieder ausgegraben und ein sehr interessanter Rundweg, erklärt das Unglück, sowie die Geschichte des Dorfes.
Weiter geht es an den See Tarawera, welcher eine tolle Aussicht auf den Vulkan bietet.
Die nächste Stadtion ist das Thermalgebiet Wai-O-Tapu. Über 3 Kilometer durchlaufen wir eine wundersame Gegend aus kollabierten Kratern, heissen und kalten Seen, Schlammtümpeln und dampfenden Erdspalten. Diese Landschaft ist echt faszinierend und man spürt so richtig, wie die Erde unter uns brodelt.
Nach dem Einkauf für das Silvesteressen, haben wir etwas Genuss und Erholung verdient. Die Polynasian Spa mit ihren verschiedenen Becken aus warmem (bis 42 Grad) vulkanischem Wasser ist dafür die ideale Lösung.
Auf dem Campingplatz sind wir erst so gegen 19Uhr und nach Fotos sortieren, Blog schreiben und essen sind wir so erledigt, dass wir Mitternacht wohl nicht mehr erleben. Aber ich bin sicher auch ohne unser wachsein, wird das 2013 beginnen!

01.01.13
Nachdem wir gestern wirklich bis um 1200 wach geblieben sind und im Fernsehen in Auckland das Feuerwerk gesehen haben, geht‘s heute schon um 0830 weiter da wir um 1015 einen ausbrechenden Geysir sehen wollen. Nach vollendetem Spektakel fahren wir Richtung Taupo und besuchen unterwegs im Wairakei Nationalpark die Haka Wasserfälle und den Rundgang bei den „Craters of the Moon“. Nach einen Rundgang im Zentrum von Taupo beschliessen wir kurzerhand, die noch aktiven Volkane des Tongariro Nationalparks nicht nur von weitem als Schneeberge zu sehen, sondern mit einer Cesna einen stündigen Rundflug zu buchen. Eine halbe Stunde später sitzen wir schon im Flugzeug und starten. Der Flug war echt sensationell und noch sind wir aktiven Vulkanen so nahe gekommen. Wenn ihr ein wenig miterleben wollt, sind auch die Fotos nicht schlecht geworden.
Auch hier ein toller Campingplatz der Top 10 Resorte.

02.01.13
Nachdem wir wieder einmal mit Zuhause per Skype die letzten News ausgetauscht haben, fahren wir zum Morgenessen ins bekannte L‘Arté Cafe, welches neben einem guten Essen auch tolle Kunst zu bieten hat. Falls ich meine Gepäckgrenze erhöhen könnte, wäre ich hier sicher fündig geworden. Heute fahre ich übrigens das erste Mal mit dem Camper, was ehrlich gesagt gar nicht so einfach ist, wenn man sich sonst einen VW Polo gewöhnt ist. Urs wirkt neben mir etwas verkrampft; er hat aber überlebt und da wir als nächste Station ein Weingut anpeilen, ist er schon bald wieder ganz entspannt. Die MIssion Winery gibt es seid 1851, wurde von Mönchen gegründet und ist die älteste von Neuseeland. Erstaunlicherweise beeindruckt der Riesling, gefolgt natürlich vom Sauvignon Blance und wie üblich, sind die Roten nichts berauschendes. Wir fahren weiter nach Napier, welches eine tolle Art Deco Stadt ist. Napier wurde anlässlich eines Erdbebens 1931 fast vollständig zerstört und danach im Stil der 30iger Jahre wieder aufgebaut. Entlang der Marine Promenade und im Stadtzentrum erkunden wir das Städtchen, welches echt seinen Charme hat.
Zum Essen gibt es heute die ersten Grünlippen Muscheln und endlich ein Lammrack auf dem Grill, dazu natürlich den heute gekauften Riesling.

03.01.13
Unser heutiges Etappenziel ist das ca. 300 km entfernte Wellington. Durch eine sanfte Landschaft mit vielen Schafen und Kühen fahren wir Richtung Süden und machen nur einen Stopp in Martinsborough. Dieser Ort ist der Hauptort des dortigen Weinanbaugebietes und wir besuchen die Winery Palliser. Beim Degustieren lernen wir einen neuseeländischen Kellermeister kennen, der im Piemont arbeitet. Wir fachsimpeln über die Schweizer Weine und er lädt uns spontan ins Piemont ein (mit der Bedingung, ihm einen Walliser Syraz mitzubringen). Um 18:00 gelangen wir auf unserem Campingplatz und trinken den Riesling von der Winery Palliser.

04.01.13
Wieder lacht die Sonne und der Tag könnte nicht schöner sein. Wir fahren ins 15 km entfernte Wellington und beginnen den Tag mit dem Besuch im Te Papa Museum. Das einzigartige riesige Gebäude direkt am Meer, beherbergt ein absolut tolles Museum. Über Kultur, Natur, Maori, Einwanderung, usw. von NZ gibt es auf interaktive und ausstellerische Art so viel zu erfahren, dass wir Stunden mit schauen, lesen und staunen verbringen könnten. Dieses Museum ist ein absolutes MUSS und ist sogar gratis. Bei wunderschönem Wetter spazieren wir entlang der Wasserfront, essen die obligaten Fish & Chips mit einem Bier und fahren mit dem Cable Car zu dem erhöht liegenden botanischen Garten mit einer fantastischen Aussicht auf die ganze Stadt. In der Stadt flanieren wir noch durch die schönen Shoppingstrassen und die fussgängerfreie Cuba Street. Und weil das Kino gerade um die Ecke ist und es erst 17:00 ist, entscheiden wir, uns den neuen Film „The Hobbit“ in 3D zu schauen.
Wellington hat es uns echt angetan und hier könnte man es definitiv länger aushalten.